DER ELIAS-HOLL-PLATZ

Geschichte:      1884: Die hinter dem Rathaus liegenden Gebäude 'Eisenhof' (Gefängnis) und 'Trabantenhof' (Stadtarchiv) werden angebrochen | 1890: Auf Wunsch der Bürger wird die Fläche nicht wieder bebaut, stattdessen ein Grünplatz angelegt | 1935: Theodor Fischer legt auf Wunsch der Stadt Pläne zur Neugestaltung des Platzes mit dem Gitter der Schüleschen Kattunfabrik und dem Siegelhausadler (1606) vor | 1938: Hinter dem Rathaus wird eine Terrasse angelegt | 1957: Der Augsburger Stadtbaurat Walther Schmidt lässt den Platz neu gestalten, u.a. mit Baureihen | 1968: Ein Denkmal für Elias Holl wird aufgestellt | 2013/14: Der Elias-Holl-Platz wird neu gestaltet

Die Platzfläche ist regelmäßig rechteckig, im Osten führt die Sterngasse vorbei. Durch Pflasterung erfolgt eine Differenzierung in den Fußgängerbereich des Platzes (geschnittene Steine), verkehrsberuhigte Straßenräume (Kopfsteinpflaster) und Fuß/Radwege (große Pflastersteine). Der Elias-Holl-Platz ist mit dem Rathausplatz durch eine Treppenanlage seitlich des Rathauses, Eisenberg genannt, verbunden.

Im Westen erhebt sich dominierend das Rathaus mit seiner gewaltigen Rückfront, im Norden liegt das 1889 errichtete 1899 aufgestockte Verwaltungsgebäude von Ludwig Leybold, das den Fischmarkt und den Hinteren Perlachberg vom Elias-Holl-Platz trennt. Im Osten erhebt sich Kloster Maria Stern (im Kern 1574-76) mit zwei Giebeln und einem zierlichen polygonalem Turm mit Zwiebelhaube. Nach Süden ist der Platz durch ein vielgestaltiges Ensemble vor allem giebelständiger Handwerkerhäuser mit Erkern gefasst. Alle Gebäude weisen Zugänge zum Platz auf.

Der Raum ist geprägt durch den Höhenunterschied zwischen der Platzfläche und der Terrasse des Rathauses, die durch eine Freitreppe und eine Rampe entlang des Verwaltungsgebäudes erreichbar ist. Eine weitere Differenzierung erfolgt durch Platanenreihen im Norden und Osten. Die Möblierung des Stadtraumes mit Steinquadern als Barrieren für den PKW-Verkehr, Sitzbänken, dem Holl-Denkmal in Form eines Obelisken und Riedinger-Laternen ist zurückhaltend.

Die Platzfläche ist frei von PKW-Verkehr. Dieser wird an den Straßen vorbeigeleitet, seitlich sind Parkplätze aus-gewiesen. Weit weniger frequentiert als der Rathausplatz wird der Elias-Holl-Platz, der nachmittags im Schatten des Rathauses liegt, als Ruhezone genutzt. Die Terrasse dient im Sommer Freiluftgastronomie des Ratskellers. Seit dem Umbau (2013/14) entwickelten sich die Sitzbänke unter den Platanen zum abendlichen bzw. nächtlichen Treffpunkt für Jugendliche. 

Der Elias-Holl-Platz ist der einzige Platz in Augsburg, der fast ganz von denkmalgeschützten Bauten umgeben ist. Im  Bayern-Atlas erhalten Sie Informationen zu diesen Bauten, wenn Sie darauf klicken

Foto: Dioberma Dìaz-Bihler

© 2020,  erstellt mit Wix.com von Gregor Nagler (Digista)

Inhaltlich Verantwortlich: Dr. Gregor Nagler, Barfüßerstraße 8, 86150 Augsburg

gregornagler@googlemail.com

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